Interaktion zu aggressiv - welche Spiele k?nnt ihr mit euren Freunden nicht mehr spielen?

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  • Ich habe gerade zwei Spiele aus der Sammlung aussortiert, weil mir bewusst wurde, dass sie entweder gar nicht mehr sinnvoll spielbar sind oder die darin enthaltene Aggression einfach zu viel für eine halbwegs unterhaltsame Spielrunde ist. Das ist bei Zwei- oder Vierspieler-Spielen mE kein Problem, denn bei 1 vs 1 ist die Konfrontation von Anfang an klar. Wenn aber "alle auf einen" gehen oder "einer immer nur auf einen anderen", kippt mE die Stimmung, und das ist dann nicht mehr die Art Unterhaltung, die ich mir bei einem Spieleabend vorstelle.


    Jedenfalls "musste" ich einerseits #MunchkinZombies aussortieren - einfach deshalb, weil meine Mitspieler bevorzugt auf mich losgehen, wenn ich das Spiel gerne mal wieder auf den Tisch bringen würde. Dabei habe ich noch nicht mal jemanden besonders mies angegriffen und bin trotzdem von Anfang an das Opfer.


    Au?erdem bekomme ich Bang - The Walking Dead nicht mehr auf den Tisch, will es aber mittlerweile auch gar nicht mehr, denn man schie?t ja schon sehr direkt auf einzelne Mitspieler und entscheidet somit, wen man gerne rauskicken m?chte. Bei diesem Spiel ist die darin enthaltene Aggression für mich nicht mehr (er)tragbar. Da kann man sich natürlich fragen, wieso mir das nicht von Anfang an klar gewesen sein muss, aber da #Bang! ein sehr gut bewertetes Spiel ist/war, habe ich da keine Bedenken in diese Richtung gehabt.


    Zuletzt bin ich bei #TyrannendesUnterreichs bewusst gegen unseren Top-Spieler losgegangen und habe nahezu jeden Wahnsinnigen, den ich jemandem anh?ngen konnte, seinem Deck zugeschoben. Auch das führte am Ende zu einer Diskussion, was das eigentlich soll und dass es unfair ist - was ja nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Den Sieg konnte ich ihm so tats?chlich vermiesen. Hier finde ich die M?glichkeit, gezielt jemanden runterzudrücken ebenfalls grenzwertig, denn ich h?tte sicher auch keinen Spa?, wenn das jemand ein ganzes Spiel lang mit mir macht. Aber immerhin kommen die Tyrannen noch auf den Tisch - und ich hoffe, das bleibt auch so, wenn ich mich n?chstes Mal wieder benehme. 8o Manche nennen das glaube ich auch Kingmaker, wenn man einen Spieler so runterzieht, dass ein anderer gewinnt.


    Gibt es in euren Spielen solche Mechaniken, die eure Mitspieler deshalb mittlerweile ablehnen?

    wartet derzeit auf: Zombicide 2nd Edition, Masters of the Night, Zombicide Comics, Twilight Imperium 4 Erweiterung, Insel der Katzen, Kill Doctor Lucky, Etherfields, Tapestry, Tainted Grail Wave 2, Resident Evil 3, Momiji, SHEOL, ISS Vanguard, Human Punishment - The Beginning. :saint:

    4 Mal editiert, zuletzt von Taxy ()

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  • Glück im Spiel geht bei unserer Gruppe nicht so gut, besonders wenn es zuviel Glück/Pech und Zufall ist, der letztendlich auch mal über Sieg oder Niederlage entscheidet.


    Zuletzt unangenehm aufgefallen ist uns das bei 1989:Dawn of Freedom, da spielt der Glücksfaktor durch die Power Play Karten eine Rolle die Punktem??ig das ganze Spiel kippen kann.

    Genau das Gleiche gibt es auch bei Hannibal: Rome vs. Carthage mit den Battle Cards.


    Wir sind gerne selbst die Schmiede unseres Erfolgs/Misserfolgs und wenn der Glücksfaktor überhand nimmt, dann wird ein solches Spiel eher nicht auf den Tisch kommen.


    Andererseits hat bei uns niemand ein Problem damit, die anderen mal ordentlich fertig zu machen, wenn es die Situation hergibt.

    Bei der n?chsten Partie spielt dies aber keine Rolle mehr, niemand ist so nachtragend.

  • Es gibt immer Leute, die Konflikte, besonders welche, die sie verlieren, nicht ertragen.


    Mit denen kann ich K2 und Cry Havoc nicht spielen, besonders K2.

  • Mir ist da direkt #ArcadiaQuest eingefallen. Das muss man abk?nnen, denn das gesamte Spiel baut auf unfairem Kampf und Allianzen und Pech und alle gegen alle auf. Dieses Spiel führt auch teilweise dazu, dass die Stimmung am kochen ist, aber gerade das wollen wir beim Spielen auch. Nur so entstehen Situationen, über die wir immer noch Jahre sp?ter reden.

    Geht aber nur mit Leuten, die das abk?nnen. Ich kann mir richtig vorstellen, dass es Freundschaften zerst?ren kann :D

  • Den Sieg konnte ich ihm so tats?chlich vermiesen.

    Konntest du denn dadurch gewinnen? Oder habt ihr alle verloren?


    Wenn ich selbst keine Chancen mehr auf den Sieg habe, spiele ich nicht unbedingt gezielt nur auf den Führenden. Ob er jetzt gewinnt oder jemand anderes, ist mir dann nahezu egal.


    Ich würde daher fast schon sagen, wenn man die M?glichkeiten eines Spiels sinnvoll nutzt, kann es eigentlich gar nicht so sehr st?ren, dass man das Spiel nicht mehr spielen will. Gehen aber - wie bei deinem Beispiel - alle bei Munshkin sinnlos auf einen, h?tte ich da auch keine Lust mehr drauf. Ist dann aber auch halt nicht mehr sinnvoll gespielt.


    Ansonsten hatten wir sowas mal bei Battlestar Galactica. Wir wollten jemanden in die Brig werfen und er hat sich nicht nur mit Unschuldsbeteuerungen verteidigt, sondern ging irgendwann tats?chlich etwas ins Jammern, knallte die Karten auf den Tisch und schmollte mit einem "dann spiele ich halt nicht mehr mit". Gemeint war allerdings kein Abbruch, sondern nur seine praktisch nicht mehr vorhandene M?glichkeit mitzuspielen, solange er in der Brig sitzen würde.


    Meist sind wir relativ sicher, wen wir einsperren, aber hier drohte die Stimmung mal zu kippen. Und er war tats?chlich Mensch.


    Was ich nicht mehr (freiwillig) mitspiele, ist Werwolf. Hatte mal sehr lange Haare, mittlerweile sind die weg, dafür ist ein mal mehr mal weniger langer Bart vorhanden und in 9 von 10 F?llen war ich in Runde 1 raus mit der Begründung, ich würde so schon wie ein Werwolf aussehen (Shirts von Powerwolf waren auch nie hilfreich). Wow. Das hat Spa? gemacht, immer in Runde 1 drau?en zu sein. Brauche ich nicht. Da es zumeist Geburtstagsfeiern waren und das Geburtstagskind seinen Spa? dabei hatte, habe ich es die Abende bis zum bitteren, fernen Ende durchgezogen. Aber Spa? machte es halt nicht. Was tut man nicht alles für Freunde. Dabei halte ich das Vorgehen auch hier zwar für regelkonform, aber nicht für sinnvoll.

    Am meisten st?rt mich bei dem Spiel aber die Tatsache, dass man früh drau?en ist und einfach rein gar nichts machen kann. Wenn alle spielen oder ansonsten nicht mehr Leute da sind, "darf" man ja nichtmal mehr reden, es st?rt ja die anderen.

    Mit freundlichen kollegialen Grü?en


    Syrophir


    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


    "Die Menschen hungern nach der Wahrheit, doch wissen sie selten ihren Geschmack zu sch?tzen."

  • Keine. Meine Mitspieler - und ich auch - halten sowas problemlos aus. :)

    Genau, Kindergeburtstag ist eine andere Veranstaltung!

    Meine halten es nicht aus und mit Kindergeburtstag hat das auch nichts zu tun.


    Es ist einfach eine Frage der Spielphilosophie. Warum spiele ich? Was erwarte ich vom Spielen?


    Direkte Interaktion, die zumeist eher destruktive Züge hat, sollte bei uns schon so sein, dass sie nicht ernsthaft schadet, weil sie sich sonst als Spa?bremse auswirkt. Da kommt es oft auf die Dosierung an.


    Jedenfalls spielen wir nicht, um mal so richtig "die Sau rauszulassen".


    Nicht einmal Catan macht noch Spa?, wenn alle immer bei dem selben den R?uber zum Einsatz bringen; dabei kann Catan noch ganz anders "b?se" sein.

    Spielerische Grü?e Ernst-Jürgen


    TOP 10: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Anachrony, 5. Snowdonia: Deluxe Master Set, 6. R?uber aus Skythien, 7. Age of Industry, 8. Nieuw Amsterdam, 9. Siedler von Catan - Entdecker&Piraten, 10. Alubari - A nice cup of Tea

  • Direkte Interaktion, die zumeist eher destruktive Züge hat, sollte bei uns schon so sein, dass sie nicht ernsthaft schadet, weil sie sich sonst als Spa?bremse auswirkt. Da kommt es oft auf die Dosierung an.

    Es kommt natürlich auch drauf an, wie sich die Runde verh?lt. Wenn immer einer das Opfer ist, wird's eher langweilig. So gesehen habe ich vermutlich das Glück, dass meine Freunde situationsbedingt und nicht personenbezogen agieren. Und in der n?chsten Partie ist sowieso alles anders und "Rache" habe ich bei uns spielübergreifend noch nicht erlebt. Zum Glück. Sonst würde ich Konsequenzen ziehen.

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  • Den Sieg konnte ich ihm so tats?chlich vermiesen.

    Konntest du denn dadurch gewinnen? Oder habt ihr alle verloren?

    Es hatte der Dritte gewonnen (wenn zwei sich streiten...), war für mich aber okay.


    Wir haben in unserer Runde eben leider diesen einen Spieler, der wirklich SEHR h?ufig gewinnt, und obwohl ich von mir behaupte, problemlos verlieren zu k?nnen, wird es eben ?de, wenn fast immer derselbe Spieler gewinnt (seine Freundin spielt fast nichts mehr deswegen mit ihm). Dieser Spieler meidet glückslastige Spiele, bei allem anderen hat er fast immer die Nase vor - auch beim Kartenziehen hat er h?ufig Glück und irgendwann nach dem 10. Spiel (verschiedene Titel) schl?gt das in Frust um, zumindest bei einigen.


    Und da sind Spiele, die die Aggression gegen Einzelne besonders deutlich erm?glichen, natürlich wie das Benzin im Feuer. Dass man bei Mensch ?rgere dich nicht oder Dog Royal mal ne gegnerische Figur rauswirft, ist da jedenfalls das kleinste Problem. Da ich mit unfairer Spielweise meist aber auch selbst ein Problem habe, spiele ich sowieso bevorzugt kooperative Spiele, da spart man sich schon so manche Schieflage.


    Keine. Meine Mitspieler - und ich auch - halten sowas problemlos aus. :)

    Genau, Kindergeburtstag ist eine andere Veranstaltung!

    Meine halten es nicht aus und mit Kindergeburtstag hat das auch nichts zu tun.


    Es ist einfach eine Frage der Spielphilosophie. Warum spiele ich? Was erwarte ich vom Spielen?

    Das sehe ich auch als wichtig an. Wir spielen eigentlich, um Spa? zu haben, aber nicht zu lasten einzelner "Opfer". Aber manche Spiele taugen dafür offenbar nicht...

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  • Intrige,

    ... was für ein sch.... Spiel. Das einzige Spiel welches ich nicht mehr spielen werde. Und zwar wegen... mir, das geht mir echt an die Nieren.

    Junta ist dagegen das reinste Kindergartenspiel.

  • Bei den geschilderten Beispielen sollten m.E. nicht die Spiele entsorgt werden, sondern eher einzelne Spieler ... :/


    Ich glaube nicht, da? jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Früher mal (als Kind, Jugendlicher) hatte ich deswegen ein Problem mit Risiko:

    • Die meisten meiner Mitspieler gingen zu Beginn auf mich, weil ich den Ruf hatte schlecht zu würfeln. (Zumindest gefühlt war da auch ein bischen was dran.)
    • Ein weiterer h?ufiger Mitspieler war sehr schlecht im Verlieren. Aufgrund eines früheren Spielereignisses war dieser zus?tzlich (Monate bis Jahre lang) mir gegenüber immer auf Rache gepohlt. Teilweise war das so, dass er halt bei der Wahl mich oder jemand anderes anzugreifen halt mich gew?hlt hat; teilweise war es aber auch so, dass er s?mtliche eigenen Ziele (und erfolgsorientierts Spielen) über Bord geworfen hat und mit "Hauptsache stirbt der da vorher" ersetzt hat.

    Deswegen habe ich mich auch irgendwann geweigert Risiko mitzuspielen.

    Heute im Erwachsenenalter gibt es mit diesen aber kein derartiges Problem mehr. (Und wir spielen auch kein Risiko mehr, aber beispielsweise Small World oder King of Tokyo sind sehr beliebt.)


    Auch Munchkin finde ich suboptimal, da man dort nur dann gewonnen hat, wenn die Mitspieler ihre Munition auf ein oder zwei vorher beinahe gewinnende Mitspieler verschossen hatten.


    In meinem Umkreis finde ich Spiele mit h?chst gemeiner Interaktion immer dann gut, wenn es zwar sehr schwer ist "viel" zu halten, aber man (nachdem man ordentlich eingesteckt hat) sehr gut und mit hoher Dynamik zurückschlagen kann. (Und sich danach quasi wieder im Mittelfeld nach Boardpr?senz und M?glichkeiten befindet.)

    Smallworld macht das sehr gut. Und Kemet macht da auch viel richtig. Blood Rage ist da auch nicht ganz schlecht (im n?chsten Zeitalter ist dann jemand anderes vorne).

  • Bei den geschilderten Beispielen sollten m.E. nicht die Spiele entsorgt werden, sondern eher einzelne Spieler ... :/

    Das ist keine Alternative für feste Spielgruppen. Meine Frau würde ich nie "entsorgen", lieber spiele ich "brav" und lasse ihr den Vortritt, die erste "b?se" Aktion zu spielen. Und meine Spielgruppe ist seit rund 45 Jahren zusammen, da wird auch niemand "entsorgt", nur weil er "empfindlich" ist.


    Es gibt wahrhaftig interessantere Aspekte beim Spielen als direkte -und dann destruktive- Interaktion.

    Spielerische Grü?e Ernst-Jürgen


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  • Was ich nicht mehr (freiwillig) mitspiele, ist Werwolf. Hatte mal sehr lange Haare, mittlerweile sind die weg, dafür ist ein mal mehr mal weniger langer Bart vorhanden und in 9 von 10 F?llen war ich in Runde 1 raus mit der Begründung, ich würde so schon wie ein Werwolf aussehen (Shirts von Powerwolf waren auch nie hilfreich). Wow. Das hat Spa? gemacht, immer in Runde 1 drau?en zu sein. Brauche ich nicht. Da es zumeist Geburtstagsfeiern waren und das Geburtstagskind seinen Spa? dabei hatte, habe ich es die Abende bis zum bitteren, fernen Ende durchgezogen. Aber Spa? machte es halt nicht. Was tut man nicht alles für Freunde. Dabei halte ich das Vorgehen auch hier zwar für regelkonform, aber nicht für sinnvoll.

    Ein Problem bei #Werwolf ist, dass man in Runde 1 kein sinnvolles Vorgehen hat. Wenn die Werwolfspieler keine blutigen Anf?nger sind, die in der Nachtphase eine Windmühle mit den Armen machen um sich zu einigen oder der Spielleiter extrem aufff?llig immer in die gleiche Richtung spricht, hat man da Null Anhaltspunkte. Klar, wenn es immer den gleichen erwischt ist es sch..., aber sinnvolle Alternativen gibt es leider nicht. Man sollte natürlich die A...karte gleichm??ig verteilen. Das macht das Speil aber auch nur wenig besser.

    Dazu ist meine (!) Erfahrung, dass die Werw?lfe es lieben, wenn die Spieler blind im Nebel herumstochern. Sobald ein Spieler anf?ngt mitzudenken, Schlüsse aus dem Abstimmungsverhalten zu ziehen und die Mitspieler mit logischen Argumenten beeinflusst ist er gef?hrlich und wird schnellstm?glich beseitigt. D.h. in Gruppen, die das Spiel nur gelegentlich spielen und wo manche Spieler eher aus Gef?lligkeit als echtem Interesse mitspielen, sind die Spieler, die sich aktiv einbringen meist recht schnell raus und die, die sich sehr passiv verhalten sind noch drin, was der Spieldynamik wenig gut tut. Man hat als Spieler dann auch immer die Abw?gung, ob man aktiv mitspielt - mit hohem Risiko schnell rauszufliegen und sich dann zu langweilen - oder eher passiv ist - mit dem Effekt, dass man sich schon im Spiel anf?ngt zu langweilen.

  • Intrige ist so ein Spiel wo man schon mal ganz tief durchatmen muss in gewissen Situationen. Da sollte man vorher kurz überlegen ob da gerade die Richtigen am Tisch sitzen.

    Gru? aus dem Münsterland
    Herbert

    ______________________________

    I'm old enough to know what's wise
    and young enough not to choose it


    Meine Verkaufsliste

  • Wir spielen inzwischen kein Munchkin mehr, was ich sehr schade finde, da ich da immer sehr viel Spa? hatte^^ Leider war eine von uns eine sehr schlechte Verliererin und sabotierte alle Runden, die danach noch probiert wurden.

    Bei anderen Spielen hatten wir keine Probleme, zumindest keine, die l?nger als einen Abend anhielten^^

  • Intrige ist so ein Spiel wo man schon mal ganz tief durchatmen muss in gewissen Situationen. Da sollte man vorher kurz überlegen ob da gerade die Richtigen am Tisch sitzen.

    Wir haben Intrige ein paar Mal in der "richtigen" Runde gespielt, konnten uns nachher auch immer wieder in die Augen schauen, waren uns aber irgendwann einig, das "fies sein um des fies sein wegens" auf Dauer kein Spiel tr?gt. Da lobe ich mir Junta oder Rette sich wer kann, da habe ich eine Story, die das Spiel tr?gt (ja, ich wei?, man kann über Rswk intensiv diskutieren).

  • Bei Diplomacy oder Game of Thrones habe ich aber auch schon ein Dolch zucken sehen! Und nach den Berichten hier werde ich gern die Finger von Intrige lassen. Es soll ja nicht eine jahrelange Spielerfreundschaft gekündigt werden.

    Da ist Junta, Battlestar Galactica und Twilight Imperium geradezu ein kuscheliges Spiel .Und auch hier werden immer die dollsten Sachen versprochen und beim n?chsten Spielzug gebrochen oder umgeformt. 8o

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  • Wir haben in unserer Runde eben leider diesen einen Spieler, der wirklich SEHR h?ufig gewinnt, und obwohl ich von mir behaupte, problemlos verlieren zu k?nnen, wird es eben ?de, wenn fast immer derselbe Spieler gewinnt (seine Freundin spielt fast nichts mehr deswegen mit ihm). Dieser Spieler meidet glückslastige Spiele, bei allem anderen hat er fast immer die Nase vor - auch beim Kartenziehen hat er h?ufig Glück und irgendwann nach dem 10. Spiel (verschiedene Titel) schl?gt das in Frust um, zumindest bei einigen.

    Wir halten fest; der Spielefreund hat ein gutes analytisches Talent für die jeweilige Spielsituation. Und nein, der hat nicht mehr Kartenglück, er macht nur mehr aus seinen M?glichkeiten und alle anderen, die das (noch) nicht nachvollziehen k?nnen, unterstellen ihm "Glück". Das kenne ich auch, hab hier manchen Sparringspartner im Spielekreis, gegen den gut abzuschneiden nicht so ganz einfach ist. Na und? Freu Dich doch, dass er noch mit Euch spielen mag, ist für ihn auch nicht so herausfordernd, wie er es sich wom?glich wünschen würde. Nicht jeder hat eine Mentalit?t zum sportlichen Wettstreit ("Frust"), sollte man aber als Spieler doch ein wenig von mitbringen. Ich z.B. mag kooperative Spiele nicht wirklich, weil ich mich herausgefordert sehen m?chte. Ein starker Mechanismus, der uns gemeinsam platt macht, frustet mich viel mehr, als dass ein guter Spieler mich putzt, dem ich dann hoffentlich beim n?chsten Spiel ein wenig Contra geben kann.

    "So viele Spiele... wann hast Du denn damit angefangen?" - "Wann hast Du damit aufgeh?rt?"

    "pimp my game" - Bauanleitungen zu Inserts aus Schaumkern, Bemalungen, ... siehe Linkliste auf meiner Pinnwand

  • situationsbedingt und nicht personenbezogen agieren

    Und wieder muss ich zustimmen! Bestes Beispiel die Karten bei Terraforming Mars “entferne x Pflanzen bei jemanden”. Nicht der der gerade welche hat, sondern der mit dem meisten Potential sollte das “Opfer” sein.


    Das funktioniert auch super, wenn die Mitspieler den entsprechenden ?berblick haben, das richtig einzusch?tzen. :S

    Wenn du merkst, da? du zur Mehrheit geh?rst, wird es Zeit, deine Einstellung zu revidieren.

  • Und meine Spielgruppe ist seit rund 45 Jahren zusammen, da wird auch niemand "entsorgt", nur weil er "empfindlich" ist.

    Offenbar fand die Selektion bereits vor 45 Jahren statt.

    Ja, da waren wir noch Eltern von Kindergartenkindern und selbst noch jung und dynamisch.

    Spielerische Grü?e Ernst-Jürgen


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  • Wir haben in unserer Runde eben leider diesen einen Spieler, der wirklich SEHR h?ufig gewinnt, und obwohl ich von mir behaupte, problemlos verlieren zu k?nnen, wird es eben ?de, wenn fast immer derselbe Spieler gewinnt (seine Freundin spielt fast nichts mehr deswegen mit ihm). Dieser Spieler meidet glückslastige Spiele, bei allem anderen hat er fast immer die Nase vor - auch beim Kartenziehen hat er h?ufig Glück und irgendwann nach dem 10. Spiel (verschiedene Titel) schl?gt das in Frust um, zumindest bei einigen.

    Wir halten fest; der Spielefreund hat ein gutes analytisches Talent für die jeweilige Spielsituation. Und nein, der hat nicht mehr Kartenglück, er macht nur mehr aus seinen M?glichkeiten und alle anderen, die das (noch) nicht nachvollziehen k?nnen, unterstellen ihm "Glück".

    Wenn jemand die besseren Karten bekommt (was besser ist, ist in mehreren Spielen unzweifelhaft) und gefühlt ?fter gut würfelt, dann hat das nichts mit Unterstellen zu tun. Ist das Glück mal nicht auf seiner Seite, will er das Spiel kein weiteres Mal spielen (Wieso, wenn er doch den Durchblick hat, auch aus schlechten Karten/Würfen was zu machen?). Es ist aber tats?chlich so, dass er damit kein Problem hat, von uns m?glicherweise nicht genug herausgefordert zu werden, im Gegenteil: Als er letztens mit einer The-Edge-Fraktion gewonnen hat, wollte er sie nicht eintauschen, um in einer zweiten Partie den Versuch starten zu k?nnen, NOCH h?her gegen uns zu gewinnen... Also langweilig ist dem beim Gewinnen sicher nicht.

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  • Bei Diplomacy oder Game of Thrones habe ich aber auch schon ein Dolch zucken sehen! Und nach den Berichten hier werde ich gern die Finger von Intrige lassen. Es soll ja nicht eine jahrelange Spielerfreundschaft gekündigt werden.

    Da ist Junta, Battlestar Galactica und Twilight Imperium geradezu ein kuscheliges Spiel .Und auch hier werden immer die dollsten Sachen versprochen und beim n?chsten Spielzug gebrochen oder umgeformt. 8o

    Diplomacy hat mich damals 2 gute Bekannte gekostet. Riesige Spielerunde, ewig lange (obgleich schon ein Zeitlimit für die Verhandlungen vereinbart worden war), kaum sinnvolle Spielaktionen, da immer und immer wieder Leute sich Dolche in den Rücken rammten.


    Einige dieser Dolchst??e wurden so pers?nlich genommen ("ICH HAB GERADE EBEN 20 MINUTEN DAR?BER MIT DIR DISKUTIERT! DU WOLLTEST MICH DURCHZIEHEN LASSEN! ICH HAB DIR VERTRAUT!!!!"), dass mir 1-2 Leute die Freundschaft gekündigt haben (auch nachdem ich das Spiel b?se kritisiert und auseinander genommen habe). Gefühlt kein gro?er Verlust, aber dennoch: Diplomatie spiele ich nie wieder.

  • Die drei fiesesten Spiele sind La Cosa Nostra, Rising Sun und Seenot im Rettungsboot. Trotzdem bleibt bei uns der ?rger am Tisch zurück wenn wir aufstehen und keiner ist dem anderen beleidigt. W?hrend des Spielens geht es freilich hoch her.

  • Ich hatte einmal #Intrige , mit dem ich zuvor h?llischen Spa? hatte, zu einer Runde mitgebracht.

    Nachdem ich mich vom Führenden bestechen lie? und dann aber die Aktion meiner Frau gegeben hatte (weil diese zu diesem Zeitpunkt Letzte im Spiel war) ging die Diskussion los....es fielen Begriffe wie "P?archenspiel", "man k?nne so nicht spielen"...usw)

    Das war richtig übel....noch dazu, wenn man wei?, dass meine Frau in Spielen eigentlich meist sofort mich "anschie?t"........ "P??rchenspiel" zszszs....

    Kurzum: Es wurde vielleicht geschlagene 1h über das Spiel diskutiert...danach hatte ich keine Lust mehr auf das Spiel. Habe es rel. schnell wieder verkauft, um den Abend zu vergessen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Braz ()

  • Twighligt Imperium IV (Anno 2019)?

    Spieler A stand kurz vor dem Sieg. Er musste nur noch den Zentralstern bis zum Ende der Runde halten.

    Dann folgte ein Angiff auf Metall Rex - abgewehrt. Dann erfolgte der 2. Angriff vom n?chsten Spieler - nicht mehr abgewehrt.

    Dann griff ich den Heimatplaneten von Spieler A an - nicht abgewehrt.

    Obwohl Spieler A immer noch h?tte gewinnen k?nnen (der beste Spieler lag 2 Punkte zurück; alle Anderen hatten noch weniger Punkte),

    stand er auf und verlie? ohne ein Wort das Spiel, den Tisch, den Raum und die Wohnung.


    Kann ich Twighlight Imerium IV in dieser Spielerkonstellation noch einmal auf den Tisch bringen?

    Vielleicht im n?chsten Jahr?

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  • Bei uns hat bis jetzt noch keiner das Handtuch geworfen - es gab aber b?ses Blut, die ein oder andere Dolchsto?-Legende/Lüge, Erbfeindschaft inklusive. Ich sag nur "?ffentliche Hinrichtung" - diese Agendakarte hat bei uns die Emotionen hochkochen lassen. :D

  • Für mich ist da Risiko ganz weit vorne! Das einzige Spiel wo ich streitge und nervige Situationen erlebt habe. Ist aber auch schon Jahre her.....


    Meine Top 15:

    1: Great Western Trail - 2: Food Chain Magnate - 3: Age of Steam - 4: Brass Birmingham - 5: Bora Bora - 6: Agricola -

    7: Wasserkraft - 8: Mombasa - 9: Crystal Palace - 10: Lorenzo - 11: Watergate - 12: Gleichgewicht des Schreckens - 13: Trickerion -

    14: Underwater Cities - 15: Burgen von Burgund

  • Ist halt eine Typenfrage. Es gibt Spieler, die k?nnen es nicht ab, wenn die Mitspieler den Plan durchkreuzen k?nnen. Für die ist jedes Meta-Element st?rend.


    Anf?llig für schlechte Stimmung sind meiner Erfahrung nach auch gar nicht so sehr die Spiele, die vor vornherein auf Krawall und Hinterlist angelegt sind. Da passt man ja die Erwartungshaltung an. Schlimm wird's aber oft, wenn ein Spiel das Bauen einer wundersch?nen, gro?en Sandburg erlaubt, mit Türmen und Mauern und Pipapo... und dann kommt einer vorbei und trampelt dein mühsam aufgebautes Werk einfach kaputt. Im Wandel der Zeiten w?re so ein Beispiel. Eclipse ist noch so ein Kandidat. Die "Sandburg" kann dabei auch abstrakter Art sein: Eine Verhandlung über 20 Minuten in Diplomacy w?re auch eine Sandburg in dem Sinne.


    Schlimm fand ich vor vielen Jahren auch das Siedler-Kartenspiel. Da gab es zwei mal unabh?ngig voneinander ziemlichen Zoff. Würde ich keinem Paar empfehlen, sofern nicht beide zuf?llig auf dem gleichen Niveau spielen k?nnen.


    Und es sind oft Spiele, die sehr wenig Zufall enthalten und gleichzeitig asoziales Spiel belohnen. Nichts ist in einem Spiel frustrierender, als langsam und unerbittlich von einem St?rkeren zerrieben zu werden. Solche Spiele sind meiner Meinung nach sogar das Anti-Ideal eines Gesellschaftsspiels, weil sie nicht gesellig sind, sondern entzweien. Der Eiserne Thron funktioniert meiner Erfahrung nach auch nur dann, wenn Spieler nicht h?rter zubei?en als n?tig und sich Bündnisse auch mal ?ndern. Wenn Bündnisse nicht gebrochen werden, ist es ein v?llig witzloses, frustrierendes Spiel für die unterlegenen Spieler, und Frust wandelt sich zu Aggression.


    Zuletzt bin ich bei #TyrannendesUnterreichs bewusst gegen unseren Top-Spieler losgegangen und habe nahezu jeden Wahnsinnigen, den ich jemandem anh?ngen konnte, seinem Deck zugeschoben. Auch das führte am Ende zu einer Diskussion, was das eigentlich soll und dass es unfair ist - was ja nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Den Sieg konnte ich ihm so tats?chlich vermiesen. Hier finde ich die M?glichkeit, gezielt jemanden runterzudrücken ebenfalls grenzwertig, denn ich h?tte sicher auch keinen Spa?, wenn das jemand ein ganzes Spiel lang mit mir macht. (...) Manche nennen das glaube ich auch Kingmaker, wenn man einen Spieler so runterzieht, dass ein anderer gewinnt.

    Das ist jetzt ein bisschen offtopic, aber ich m?chte das kommentieren: Meiner Meinung nach n?mlich ist an K?nigsmacherei auch überhaupt nichts verkehrt. K?nigsmacherei ist ein Salz in der Suppe des Metaspiels, die Rache des Unterlegenen! Ich m?chte meinen, K?nigsmacherei ist schon fast eine Art "gesundes Korrektiv des sozialen Miteinanders", weil es ja meistens genau die Spieler trifft, die meinen, besonders un-empathisch und eiskalt spielen zu müssen. Und für Vendetta-Spielweise gilt das gleiche: Sollte man halt im Spiel einfach netter mit seinen Mitspielern umgehen, dann gibt's keine Vendetta und keine K?nigsmacherei. So einfach ist das. :)

    Soziale Medien fügen Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu.

  • Damals (als es noch echte und wechselnde und gro?e Spielrunden gab) habe ich schlicht keine zu konfrontativen Spiele aufm Tisch gebracht, wenn klar war, dass jemand mitspielt, der solche Spiele nicht mag. Weil so eine Spielpartie soll allen Spass machen und wenn jemand bestimmte Mechanismen nicht mag, macht es nach diversen Erfahrungen auch keinen Sinn, jemanden dazu überreden zu wollen. Bringt am Ende niemanden was.


    Ganz früher hat Malefiz für so manch b?ses Blut gesorgt, aber das wurde trotzdem oder gerade deshalb immer wieder gespielt. Wir hatten damals ja nix. ;-)

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here


  • Ohne weiteren Kontext: Nein, diese Konstellation ist verbrannt. Aber vielleicht gibt es noch weiteren, pers?nlichen, Kontext, es kommt drauf an, wie gut und lange du denjenigen kennst und ob vielleicht auch Gründe für den Abbruch au?erhalb des geschilderten Spielgeschehens lagen.

    Wenn du merkst, da? du zur Mehrheit geh?rst, wird es Zeit, deine Einstellung zu revidieren.