Keystone

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  • Keystone: North America ? ? ?, via @Kickstarter

    Ich bin da beim St?bern drüber gestolpert. Der Kaufmechanismus wie bei Pax Pamir, Set-Collection in die Richtung von Minecraft, geheime Auftragskarten und dann noch Aktionswahl. Nichts wirklich Neues, aber im Mix k?nnte ich mir das ganz gut vorstellen.

    Zumindest bis ich auf die Preise geschaut habe....

    Ich meine sie werben mit "günstiger als im Retail". Ihr Ernst? Das Spiel kostet mit Versand und Steuern in der Basisvariante 70 und die Deluxe kostet 91. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Retailpreis so hoch sein wird. Selbst im 4er-Gruppenpledge kostet die Deluxe 74.

    Schade, denn es würde mir von der Grafik und allem echt gut gefallen. So warte ich, bis es in den Handel kommt.

    Ach ja? Definier mir "normal"!

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  • Thematisches Crossover aus Parks (bislang noch keine Gelegenheit gehabt, würde mich aber mal interessieren) und Flügelschlag, Evolution... Tiere halt.


    Ich finde die Preise auch ein wenig zu gesalzen, ohne dass da etwas spielerisch hochgraduelles kommt. Das müssten doe besten 30-60 Minuten meines Lebens werden, glaub ich aber nicht dran.


    Easy pass.

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  • Thematisches Crossover aus Parks (bislang noch keine Gelegenheit gehabt, würde mich aber mal interessieren) und Flügelschlag

    Daran hat mich das auch erinnert. Und die fand ich beide spielerisch nur m??ig.

    Hier steht ja mehr die Puzzle-Mechanik im Vordergrund. Ich glaube schon, dass das Spiel gut funktioniert. Aber ich befürchte dass das bei mir (genau wie Parks) nach ca. 5 Partien erstmal nicht mehr so interessant ist. Dazu finde ich den Grafik-Stil hier irgendwie drüber. Also Parks und Flügelschlag fand ich beide hübscher. Und dafür dann quasi blind 70 kickstartern? Eher nicht.

    Aber ich würde dem Spiel eine Lokalisation und einen Retail-Release in Deutschland wünschen. Wenn es dann gut ankommt, k?nnte ich mir das schon vorstellen.

  • Beitrag von Graboid ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gel?scht ().
  • Nee, sieht sehr nach Blender aus. Nach teurem Blender obendrein.

    Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob es ein wirklicher Blender ist. Ich kann mir das als sehr netten Filler mit ein bisschen Anspruch und sch?nem Mix vorstellen.

    Vielleicht teste ich es einmal über Tabletopia. Aber im Retail kann ich es mir trotzdem maximal bei 50 vorstellen, eigentlich nur bei 40 UVP. Zumindest die Basisvariante. Es ist also mindestens 20 zu teuer und dann zahle ich ja jetzt bei Lieferung in einem Jahr.

    Ach ja? Definier mir "normal"!

  • Ich hab das Spiel auf meiner Tabletopia-Testliste noch stehen, weil ich Tiere mag (also nicht in echt, aber auf Bildern ;)). Preislich komme ich auf ca. 65 (inkl. Versand und Steuer), was mir für ein Standard-Spiel viel zu viel ist. Aber zumindest online versuch ich es mal die Tage anzutesten, falls wer Lust hat.


    Gru? Dee

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  • So, jetzt hab ich die Zeit gefunden:


    ?Keystone: North America“ ist ein kürzlich finanziertes Kickstarter-Spiel. Ich konnte eine Solo-Partie auf Tabletopia spielen.


    Thematisch befinden wir uns in Nordamerika und wollen Tiere ansiedeln, die m?glichst im gleichen Lebensraum wohnen, denn das gibt Punkte. Mechanisch habe ich in meinem Zug genau zwei M?glichkeiten: Ich w?hle eine von sechs Tierkarten aus der Auslage und lege sie auf mein eigenes 5x5-Felder gro?es Tableau. Das vorderste Tier kann ich so nehmen, für die Tiere dahinter muss ich auf jedes übersprungene Tier einen Synergiemarker auf die jeweils übersprungene Tierkarte legen. Mir steht frei, wohin ich die gew?hlte Tierkarte lege, aber wenn die Lebensraumsymbole zu einem oder mehreren benachbarten Tieren passen, erhalte ich wiederum Synergiemarker. Die zweite M?glichkeit ist es, eine Aktion auszuführen. Es stehen unterschiedliche Aktionen in Form von Aktionspl?ttchen (etwas seltsam ?Skill Token“ in der Anleitung genannt) zur Verfügung. Entweder w?hle ich eines mit wei?er Seite, führe die Aktionen darauf aus und drehe das Pl?ttchen auf die gelbe Rückseite. Oder ich w?hle alle Aktionspl?ttchen mit gelber Seite aus, führe alle Aktionen davon aus und drehe alle Pl?ttchen zurück auf die wei?e Seite. Im zweiten Fall bewegt sich der Rundenmarker auch noch einen Schritt zum Spielende hin.


    Wenn ein Spieltableau voll ist oder der Rundenmarker das Leistenende erreicht, wird gewertet. Es findet eine Wertung für jede Reihe und jede Spalte statt. Jede Karte hat neben dem Tier auch eine Zahl abgedruckt. Punkte gibt es für jede Kette direkt aufeinanderfolge Zahlen, bei denen die Tiere aus dem gleichen ?kosystem, d.h. mit gleichem Lebensraumsymbol, stammen. Zusatzpunkte gibt es für Forschungsmarker auf den Tiere in dieser Kette. Für jede Schlüsselart (Keystone-Symbol auf der Karte) darf ich die Kette erneut werten. Daneben gibt es am Anfang des Spiels noch geheime Ziele, um bestimmte Jahreszeitenmuster (andere Symbole auf den Tierkarten) zu erreichen, die ebenfalls Punkte bringen.


    Die Mechanik von ?Keystone“ ist nicht wirklich neu. Karte w?hlen, Marker ausgeben für übersprungene Karten und m?glichst gleiche Symbole nebeneinander legen. Und auch das Aktionspl?ttchen umdrehen nach der Ausführung ist nicht neu. Dennoch finde ich den Mechanismus nicht veraltet. Es spielt sich ganz nett, die Tiere auf die Art auf mein Tableau zu legen. Mir unbekannt war der Kniff, dass ich alle Aktionen auf allen umgedrehten Aktionspl?ttchen ausführen darf. Und vor allem, dass nur dadurch der Rundenmarker vorrückt. Es will also gut überlegt sein, wann ich die Rückseiten nutze. Es kommt sogar in Frage, die Rückseite sehr früh zu w?hlen, wenn nur eine oder zwei Aktionspl?ttchen umgedreht sind. Denn damit kann ich das Spielende schneller einl?uten. Zus?tzlich kann das Spielende aber auch kommen, weil das Spielertableau voll ist und dabei noch keine einzige Aktion gew?hlt wurde. Sinnvoll ist eine Mischung aus beidem, d.h. Tiere nehmen und Aktionen w?hlen.


    Der gr??te Kritikpunkt für mich ist das Thema des Spiels. Auch wenn die Illustrationen der Tiere sehr sch?n sind, fühle ich mich nicht wie ein Biologe, der Tiere ansiedelt. Ich fühle mich eher wie jemand, der m?glichst effizient Karten mit Zahlwerten und Symbolen auf ein 5x5-Raster auslegen will. Die Tiere und deren benachbarten Lebensr?ume gehen dabei komplett unter, was sehr schade ist. Die Lebensr?ume der Tiere gibt es auch bei ?Flügelschlag“, dort hat es mich thematisch aber mehr hineingezogen.


    Die Anleitung (in der aktuellen Entwurfsfassung bei Tabletopia) ist sehr gut verst?ndlich und l?sst kaum Fragen offen. Nur bei den Aktionspl?ttchen ist unklar, ob es eine bestimmte Reihenfolge für die Aktionen gibt. Beispielsweise ist es bei den Aktionen ?3 Karten vom Ablagestapel nehmen und 1 ausw?hlen“ und ?2 Karten aus Auslage auf Ablagestapel legen“ wichtig, in welcher Reihenfolge ich sie ausführe. Auch nicht direkt ersichtlich war anfangs, dass alle Reihen und Spalten gewertet werden, das kam dann aber bei der Beispielwertung und dem Wertungsblock heraus. Ein nettes Detail ist, dass bei der erneuten Wertung aufgrund von Schlüsselarten nicht die Multiplikation benutzt wird. Das macht das Spiel dann auch Grundschulkindern zug?nglich. Denn mit entsprechender Vorpr?gung kann ?Keystone“ sicherlich schon mit Kindern ab 6 oder 7 Jahren gespielt werden.


    Auf den ersten Blick gefallen hat mir der Solomodus. Dieser besteht aus 20 Aufgaben, welche den Aufbau ver?ndern und minimale Sonderregeln einbringen. Dies kann dazu animieren, nach einem Erfolg auch noch die n?chste Aufgabe anzugehen. Eine blo?e Jagd auf m?glichst viele Punkte finde ich dagegen eher langweilig. Schade ist der Stilbruch bei der Aufgaben-Einführung. Diese ist thematisch sch?n aus der Sicht unseres Professors geschrieben. Wenn dann aber von ?Einige Aufgaben erfordern das Spiel besonders aufzubauen.“ oder ?Alle Aufgaben haben spezielle Siegbedingungen.“ gesprochen wird, werde ich aus der Universit?tswelt wieder zurück an den Spieltisch geworfen, was schade ist. Ich habe nur die erste Aufgabe gespielt, was kaum etwas gegenüber dem Mehrpersonenspiel ver?ndert. Seltsam fand ich, dass 50 Punkte für die Zielerreichung gefordert werden, ich mit 110 Punkten aber weit darüber lag. Die nachfolgenden Aufgaben scheinen da aber etwas herausfordernder zu sein.


    Da ich da Spiel nur alleine gespielt habe, kann ich zur Interaktion wenig sagen. Vermutlich wird es aber eher wenig direkte Interaktion geben. Alle bauen ihre Tierwelt auf, wie es ihnen passt. Unter Umst?nden nehme ich jemanden ein Tier weg, das geschieht beim Einbau aber zuf?llig. ?ber die Aktionspl?ttchen kann man sich aber schon in die Quere kommen, da viele das Abwerfen von Tierkarten aus der Auslage erm?glichen. Auf die Art k?nnte ich dann bei meinen Mitspielerinnen schauen, welche Karten sinnvoll für sie sind und diese abwerfen. Aber im Kern ist es ein eher solit?res und nicht konfrontatives Spiel.


    ?Keystone“ ist trotz des nicht durchkommenden Themas und der solit?ren Spielart ein gutes Spiel. Anfangs habe ich noch die freie Wahl, wo ich die Tiere hinlege. Je fortgeschrittener die Partie ist, desto enger wird die Auswahl, weil ich auf genau die eine Karte mit der richtigen Zahl und richtigen Lebensraum hoffe. Der Spannungsbogen steigt also moderat und angenehm bis zum Spielende hin an. Die Wertung am Ende ist ein wenig Rechnerei, aber der Wertungsblock hilft, nichts zu vergessen. Dass ich nicht darauf achte, was meine Mitspielerinnen machen, ist dabei egal. Deshalb ist das Spiel in meinen Augen für Familien mit Kindern gut geeignet. Für Expertenspieler ist es eine nette Abwechslung, aber mehr vermutlich auch nicht. Dafür fand ich das Logikr?tsel zu einfach zum L?sen. (7,0)


    Gru? Dee