Wie stabil sollte der Preis von Spielen sein?

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  • Vom 2F-Verlag weiss ich, dass sie lieber schlecht verkaufbare Spiele vernichten (auschlachten) lassen, anstatt sie mit Rabatten loszuwerden.


    Zum Verdienst als m?glicher Vollzeitautor:

    Das Problem, das ich als Vollzeitautor vor allem h?tte, w?re nicht unbedingt ein Mangel an Ideen (ob sie alle gut w?ren, ist eine andere Frage), sondern die Testkapazit?ten. Dazu br?uchte ich sehr viel mehr und sehr engagierte Spieletester, um einmal pro Monat oder so ein Spiel fertigstellen zu k?nnen, das ich einem Verlag geben k?nnte.

    Die Spieletester sind eigentlich die am schlechstesten bezahlten Mitwirkenden bei der Entwicklung eines Spiels, da sie fast immer ihren Beitrag kostenlos liefern. Wie aber Verlage und Autoren wissen, sind gute Spieletester Gold wert.

    Channing Jones - Autor von Galactic Era

    4 Mal editiert, zuletzt von Mageant ()

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  • Ansonsten wundere ich mich etwas über den Zusammenhang von H?ndlerpreis und Verdienst des Verlags - ich dachte immer das funktioniert so:

    H?ndler kauft Menge X zu Preis Y, der Preis wird mit dem Verlag verhandelt. Der Verlag verkauft zu Preis Y und der H?ndler bietet das Spiel zu Preis Z an und macht eben mehr oder weniger Gewinn...

    Hier kann ich dir leider nicht folgen, wo siehst du einen Widerspruch? Wenn Preis Y h?her ausf?llt, verdient der Verlag doch auch mehr!?

    Das w?re doch nur der Fall, wenn der Verlag nicht zuvor bereits verkauft hat?


    Das hei? es l?uft nicht folgender Ma?en:

    H?ndler kommt zu Pegasus und sagt: Ich nehme 500 Exemplare von Spiel A, welcher Preis ist m?glich. H?ndler A zahlt den Preis, evtl. nach Nachverhandlungen und verkauft zu dem Preis, den er m?chte

  • Da w?rst Du als H?ndler aber gut besch?ftigt, wenn Du für jedes einzelne Spiel in Preisverhandlungen mit dem Verlag einsteigen würdest. Das l?uft doch eher über grunds?tzliche Konditionen, die sich am Umsatz orientieren. Für Aktionen gibt es dann halt mal Sonderkonditionen, die aber eher der Verlag anbietet.

  • Das goldene Zeitalter der Brettspiele dauert jetzt auch schon gefühlt 20 Jahre an, wo sind sie denn, die ganzen Berufsautoren?

    Diese Entwicklung findet gefühlt einfach nicht statt.

    Ich glaube, dafür hat die Branche ein ganz anderes Problem:

    Die Produkte sind auf der einen Seite so komplex, so viele Leute involviert (Autor, Redakteur, Grafiker, Spieletester, Werber, ?bersetzer und dann kommt noch die Arbeit am physischen Produkt) und der Qualit?tsanspruch der Kundschaft ist enorm hoch. Es reichen schon simple Rechtschreibfehler oder eine regeltechnisch nicht ganz abgedeckte Sonderformulierung, die in 1 von 50 Partien auftaucht, um das Gesamtprodukt in der Luft zu zerrei?en.

    Auf der anderen Seite aber sind die Spiele mit unter 100 sehr günstig, werden quasi ab Release verramscht und kommen in vielen F?llen (wenn nicht sogar den meisten?) nur wenige Male auf den Tisch, bevor sie gebraucht weiterverkauft werden (wovon der Hersteller auch nichts hat).

    Wir haben also ein extrem aufw?ndiges Produkt mit sehr kurzer Lebensdauer und dazu noch sehr geringen Verkaufszahlen. Bei angemessener Bezahlung aller Beteiligten kann das quasi niemand leisten, au?er ein Risiko würde zu Preisen eines Cthulhu Wars verkauft werden.

  • eine regeltechnisch nicht ganz abgedeckte Sonderformulierung, die in 1 von 50 Partien auftaucht, um das Gesamtprodukt in der Luft zu zerrei?en.

    Dein "1 von 50" ist aber sehr optimistisch. Wenn ich sehe, was teilweise in Sozialen Medien über bestimmte Spiele behauptet wird ("broken", "overpowered", etc.), oft von Leuten, die das Spiel h?chstens einmal irgendwo mitgespielt haben und nie selbst die Regeln gelesen haben, und wenn ich dann noch sehe, wie sich solche Ansichten verselbst?ndigen k?nnen ... dann würde nicht sagen, dass es Sonderf?lle braucht, die in 1 von 50 Partien auftauchen. Da reicht auch schon eine komplett konstruierte Situation, die in der Praxis gar nicht vorkommen kann. Oder sogar etwas, das sich nur durch Spiel- oder Regelfehler so ergeben hat.

    (Das hei?t natürlich nicht, dass Regelschreiber nichts dagegen tun k?nnten! Auch auf exotische Sonderf?lle kann man proaktiv in der Regel eingehen, und wenn's nur dazu dient zu signalisieren, dass man das auch auf dem Schirm hatte. Und eine gute Regel senkt die Wahrscheinlichkeit von Regelfehler und damit allem, was dann potenziell an den Regelfehlern dran h?ngt.)


    Wir haben also ein extrem aufw?ndiges Produkt mit sehr kurzer Lebensdauer und dazu noch sehr geringen Verkaufszahlen.

    Das stimmt. Aber du hast auf der anderen Seite einem -- alles in allem -- recht angenehmen und umg?nglichen K?uferkreis.

  • echt angenehmen und umg?nglichen…

    …verdient aber kein Geld ;)

    Wenn ich schon sehe wie über neue Spiele in bestimmten Gruppen gesprochen wird… das Vokabular spricht dabei auch B?nde:

    ?Ist das Spiel geil oder Schmutz?!“, als g?be es nur Hopp oder Top und als würden sich nicht 99% der involvierten sehr viel Mühe geben.

    Ich denke, das ist ?hnlich wie bei Filmen. Ob ein Ergebnis gut oder herausragend ist/ankommt, ist in gewissem Ma?e Glückssache. Jeder beim Film/in einem guten Verlag wei?, was er da macht und Regerenzprojekte gibt es zu Hauf.

    wenn aber so viele Personen involviert sind, ist ein perfekter Ausgang nicht planbar.

    wie dem auch sei. Das Problem ist, dass die Titel immer komplexer, umfangreicher und teurer werden, die Kundschaft aber immer schnelllebiger.

    Ihr kennt doch den Spruch: ?Wir k?nnen schnell, gut und günstig. Suchen Sie sich 2 der 3 Attribute aus.“.

    Gut und schnell w?re das beste Produkt, die Leute handeln aber eher nach schnell und günstig. Dann geht es nicht gut.

    Cthulhu Wars ist noch nicht einmal im Retail erschienen und wird schon für fast 50% des KS-Preises und knapp 62% des UVP verschleudert. VOR RELEASE!

    Da braucht man sich wirklich nicht mehr wundern. Geiz ist eben doch nicht so geil…

  • Wir werden uns vermutlich im Kreis drehen, und hatten das sicher alles schon mal ...


    Aber dass der Markt so schnelllebig und Rabatt-verseucht ist, liegt doch nicht prim?r am Kunden sondern am überbordenden Angebot.

    Also die These ist: Die Branche macht sich den Markt selbst kaputt weil sie viele tolle Produkte herausbringen.

    Die Kunden w?ren mit 10 interessanten Spielen pro Jahr gar nicht unglücklich ... dann kann die alle ausprobieren, die drei besten kaufen und den Rest der Zeit mit den Perlen der Vergangenheit füllen.

    Der Handel versucht uns das Zeugs ja in einem Tempo aufzudr?ngen, dem wir gar nicht hinterher spielen k?nnen. Also holt er sich unsere Aufmerksamkeit über günstigere Preise.

    Will sagen: Mir als Kunde ist der Markt auch zu schnelllebig, ich hab das sicher nicht gewollt und ich bin auch nicht Schuld daran. Es ist nicht so, dass der Kunde nicht bereit w?re mehr Geld zu bezahlen, sondern eher so, dass der Handel den Preis drückt und der Kunde das halt dankend mitnimmt.


    Mir als Kundentyp w?re eine konstante Verfügbarkeit guter Titel auch lieber als diese schnelllebige Rabattschlacht, dann k?nnte ich n?mlich viel reduzierter und gezielter Spiele kaufen, ?fter erstmal abwarten und h?tte nicht immer diesen FOMO und Rabatt Stress.

  • ich hab das sicher nicht gewollt und ich bin auch nicht Schuld daran.

    Naja wenn Du nicht mehr kaufen würdest (und viele andere auch nicht), w?re das Angebot sicher schnell reduziert. Machen kannst Du also etwas ;). Ob das jetzt schon für ein "Schuld daran" reicht keine Ahnung. Aber das bedingt sich schon mit gegenseitig. Denn das Angebot kommt ja auch, weil die Nachfrage so hoch ist, siehe Wachstumsraten beim Umsatz in den letzten Jahren und besonders 2020.

    Ach ja? Definier mir "normal"!

  • Naja wenn Du nicht mehr kaufen würdest (und viele andere auch nicht), w?re das Angebot sicher schnell reduziert. Machen kannst Du also etwas ;)

    Tu ich ja. Ich kauf viel weniger Neuheiten und mehr gebraucht... ist der Branche aber auch nicht so zu 100% Recht.

    Ob das jetzt schon für ein "Schuld daran" reicht keine Ahnung

    Das war natürlich Augenzwinkernd. Mir ist nur "der Kunde will es so" hier zu wider, ist für mich eher Ausdruck von Hilflosigkeit. Und als ich eben den Thread gelesen habe, sehe ich das manchmal zwischen den Zeilen. Da habe ich den plakativen Tonfall quasi übernommen.

    Aber das bedingt sich schon mit gegenseitig. Denn das Angebot kommt ja auch, weil die Nachfrage so hoch ist, siehe Wachstumsraten beim Umsatz in den letzten Jahren und besonders 2020

    Bei anderen Gütern mit steigender Nachfrage kommt es nicht zu solchen Rabatten. Fie Nachfrage und das Angebot sind halt ziemlich unterschiedlich verteilt (eher konzentriert zu ziemlich breit). Und ich denke dieserUmstand hat beim Handel, der das m?glichst "in time" zusammenbringen m?chte, zu einer Beschleunigung geführt (also Ladenhüter schneller wieder mit Rabatt absto?en, weil Angebot kurzfristig erh?hen klappt ja bei dem Produkt nicht). Der Kunde hat da erwartbar darauf reagiert.

    Insgesamt ist aber die Kundschaft der "Breiteste und Unorganisierteste" Markteilnehmer. Der ?ndert sich nicht so leicht ...

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  • Es ist ja nicht so, dass alles verramscht würde. Bei den (wenigen!) wahren Highlights passiert ja eher das Gegenteil. Da zahlen die Kunden fast beliebige Preise, erst recht auf Kickstarter. Verramscht wird doch nur, was sich nicht durchsetzen konnte und Platz machen muss für die n?chsten Neuheiten, die nachdr?ngen. Dabei ist IMHO weniger das Verramschen an sich das Problem, sondern eher die Kurzlebigkeit des Gesch?fts. Der Ausverkauf beginnt ja mittlerweile oft schon ein halbes Jahr nach Ver?ffentlichung. Wie soll sich da die Güte eines Spiels durch Mundpropaganda und echtes Spielen auf den Spieletreffs herumsprechen?

    Ja, das ist natürlich ma?geblich durch die schiere Anzahl der Ver?ffentlichungen getrieben. Allerdings würde ich auch sagen, dass die Spieler da auch mit schuld sind, wenn sie auf "Hotness" und "Hype" mehr wert legen als auf Bew?hrtes der Vergangenheit.

  • (...) Allerdings würde ich auch sagen, dass die Spieler da auch mit schuld sind, wenn sie auf "Hotness" und "Hype" mehr wert legen als auf Bew?hrtes der Vergangenheit.

    Das unterschreibe ich, befeuert noch durch die vielen freiwilligen "hype" und "hotness"-Erzeuger; diejenigen, die mit Nachrichten/Rezensionen rund um Brettspiele besch?ftigt sind, unterliegen natürlich auch allzu leicht der Versuchung, weil das wiederum ihnen cklicks und likes beschert.

    Das alles in einer Atmosph?re, wo z.B. wir hier auch statt zu spielen, über Spiele in Foren diskutieren.

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  • [...] befeuert noch durch die vielen freiwilligen "hype" und "hotness"-Erzeuger [...]

    Natürlich. Aber auch das h?ngt wieder mit der unübersichtlichen Neuheiten-Flut zusammen. Da w?chst der Bedarf nach Leuten, die einem auf Youtube & Co erz?hlen, was man kaufen soll. Da gibt man sich nur zu gerne der Illusion hin, dass der berühmte Youtuber für einen die Perlen rausfischt und fragt nicht nach dessen wirtschaftlichen Abh?ngigkeiten, wie gründlich er die Regeln gelesen hat oder gar wie viele der Spiele, die er vor einem Jahr hochgejubelt hatte, auch heute noch in seinem Spieleregal stehen.

  • Aus Sicht eines Reviewers: richtig schlechte Spiele kommen einem nur selten vor die Flinte - meist sind es bestimmte Aspekte bei Spielen, die sich bei mir nicht durchsetzen k?nnen - die meisten Spiele, die ich so spiele, sind gute Spiele - und wenige sind aus meiner Sicht sehr gut. Aber das ist eben voll individuell. Bonfire fand ich nur so "geht so", Dominations "sehr gut" - aber objektiver betrachtet, sind beide spiele einfach wohl gut.


    Es gibt ja kaum objektive Kriterien - da kann man schon mal gerne an der Kartenqualit?t meckern - aber spielerisch sind die meisten doch halbwegs solide.

  • Das stimmt. Aber du hast auf der anderen Seite einem -- alles in allem -- recht angenehmen und umg?nglichen K?uferkreis.

    Na ja, Angenehm und umg?nglich? Nicht "alles in allem", sondern h?chstens "der eine oder andere". Ich k?nnte Bücher füllen über den angenehmen und umg?nglichen K?uferkreis. Da gibt es schon Merkwürden. Schon manches Taschentuck zerbissen. Aber wer verkaufen will, mu? die Klappe halten. Ich mu? zum Glück nicht mehr. 8-))

  • wie dem auch sei. Das Problem ist, dass die Titel immer komplexer, umfangreicher und teurer werden, die Kundschaft aber immer schnelllebiger.

    Ihr kennt doch den Spruch: ?Wir k?nnen schnell, gut und günstig. Suchen Sie sich 2 der 3 Attribute aus.“.

    Gut und schnell w?re das beste Produkt, die Leute handeln aber eher nach schnell und günstig. Dann geht es nicht gut.


    Mit dem Ansatz wird das magische Dreieck (Zeit-Qualit?t-Kosten) aber schon ziemlich weitl?ufig uminterpretiert. Hierbei geht es doch eigentlich darum, dass eine ?nderung im Zeitablauf bei der Herstellung o.?. sich direkt auf die anderen beiden Gr??en auswirkt. Willst du beim Hausbau schneller fertig werden und soll die Qualit?t nicht darunter leiden, dann musst du eben entsprechend Beschleunigungskosten bezahlen.


    Du hingegen setzt die Nutzungsdauer beim Kunden in den Bezug. Das ist doch mehr eine Frage, welche Beschaffenheit das Produkt haben muss.


    Ich habe noch nie jemanden geh?rt, der ein Spiel mit dem Ansatz kaufte, dass er es nur kurz Spielen will. Spiele mit begrenzter Lebensdauer wie Exit-Spiele, Legacy etc. mal au?en vor gelassen. Mir ist es auch ziemlich egal, ob ihr für die Herausgabe eines Spiels ein halbes Jahr l?nger braucht. Bis ich Aeons End in den H?nden halten konnte, hatte es auch eine Weile gedauert.



    Ich hab es ja schon ein paar mal geschrieben. Ich sehe es ?hnlich wie @koala-goalie und sehe das ?berangebot als st?rksten Druckpunkt auf den Preis. Nach einem halben Jahr saufen die Preise schon ab, weil das n?chste Zeug nachrückt. Solange es kaum ein Spiel schafft sich mal vernünftig l?nger am Markt zu platzieren, wird sich das auch nicht ?ndern. Oder eben, wenn einigen Verlagen die Luft aufgrund dieser Situation ausgeht...


    Ich würde es aus mehrerlei Hinsicht gut finden, wenn sich Spiele wieder l?ngerfristig am Markt etablieren und wenn das Angebot auch wieder sortierter w?re.

  • wer Spiele kaufen beim Fachh?ndler als eigenes Erlebnis wahrnimmt, zahlt sicher gerne mal mehr

    Sehe ich genau umgekehrt. Wenn ich erst durch die halbe Stadt fahren und Zeit und Fahrtkosten aufwenden muss, dann werde ich das garantiert nur dann machen, wenn das Spiel dann auch günstiger als beim Versender ist. Da das aber niemals der Fall ist, habe ich auch schon seit mindestens 10 Jahren kein Spiel mehr im Laden gekauft.

    So sehe ich das auch. Wofür einen Fachh?ndler?


    Der sorgt nicht dafür das Preise stabil bleiben.

    Der kann mich nicht beraten (mich ber?t das Internet über Videos, Foren, Communitys, etc.)

    Fachh?ndler kostet Zeit und Geld (Autofahrt, Parkplatz, Bus, Bahn, etc..)

    Der Fachh?ndler hat evtl. nicht das Spiel was ich umbedingt haben will (bestellen br?uchte er es mir nicht, kostet mich dann noch mehr wegen 2ten Besuch..)

    Für mich... F?R MICH.... brauche ich gar keine Ladenlokale. Ich finde es auch nicht sch?n, beeindruckend oder sonst was, in einem Laden mit 2000 Brettspiele zu stehen, da rührt sich bei mir nix.

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  • In der YouTuber/Poscaster Szene und deren H?rerschaft treffe ich das sehr oft an. Eigentlich st?ndig.

    ?brigens nicht nur da. Auch in Spieletreffs habe ich das sehr h?ufig gesehen. Letztendlich lebt von diesen K?ufern ja auch die Branche. Die sich auch das 2174ste Spiel kaufen.

    Gespielt, gesehen, :thumbsup: oder :thumbsdown: und weiter zum n?chsten Spiel. Kommen ja das Jahr noch 47 Kickstarter an.

    Das ist absolut nicht meine Welt, aber so sind die Geschm?cker halt verschieden. Das wird halt gerade durch die Videos und Podcasts befeuert. Da ist es aber auch verst?ndlich. Die Zuschauer und H?rer für 10 Folgen zu Spiel xy sind zahlenm??ig nunmal deutlich kleiner, wie wenn es immer um etwas Neues geht. Auch weil ich mit Spiel A ggfs. andere Leute ansprechen wie mit Spiel B.

    Ach ja? Definier mir "normal"!

  • Dass der Markteintritt wesentlich niederschwelliger m?glich ist wie vor 10/20/30 Jahren führt geradezu zwangsweise dazu, dass die Anzahl der ver?ffentlichten Spiele/Jahr nur einen Weg kennt. Nach oben

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erw?hne, immer meine pers?nliche Meinung wieder.

    Einmal editiert, zuletzt von Klaus_Knechtskern () aus folgendem Grund: Typos beseitigt

  • Dass der Markteintritt wesentlich niederschwelliger m?glich ist wie vor 10/20/30 Jahren führt geradezu zwangsweise dazu, dass die Anzahl der ver?ffentlichten Spiele/Jahr nur einen Weg kennt. Nach oben

    ...und damit auch der Preis nach oben, da jeder in die Gewinnzone m?chte. Nur wie schnell und hoch kann man das Karussell drehen?

    1000 Neuerscheinungen mit einem Durchschnittspreis von 30 Euro, 2000 Neuerscheinungen mit einem Durchschnittspreis von 60 Euro?

    Viele Spieler verlocken auch Verlage dazu kleinste Auflagen zu machen, da diese bereit sind auch mal 100+ Euro zu zahlen.

  • die kleineren Auflagen sind eine Folge des niederschwelligen Markeintritts. Vor einigen Jahren war es schlichtweg nicht m?glich in so kleinen Auflagen zu fertigen. Der Preisanstieg ist doch die normale Inflation

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erw?hne, immer meine pers?nliche Meinung wieder.

  • (...) Das ist absolut nicht meine Welt, aber so sind die Geschm?cker halt verschieden. Das wird halt gerade durch die Videos und Podcasts befeuert. (...)

    Tragisch w?re, wenn meine Vermutung zutrifft, da? diejenigen, die dem "Cult of the New" anh?ngen, damit eigentlich unglücklich sind. Ist ja eine grunds?tzliche Kapitalismuskritik, aber die Frage ist auch au?erhalb des RSP angemessen, wie ich finde: Macht die Beschaffung von Spielen zufrieden, oder ist das nur ein Ersatz für das eigentlich gesuchte Gefühl, n?mlich ein Spiel zu spielen? Nun ist es vermessen von mir, über Glück und Unglück meiner Mitmenschen zu urteilen, aber nicht zuletzt hier im Forum geht es doch schon auch ziemlich oft darum. Und da gibt es zwar auch manche, die sehr überzeugend vertreten, da? sie tats?chlich lieber stets neue Spiele spielen; aber mir scheinen es so wenige, da? ich mir den "Cult of the New" doch eher mit FOMO erkl?re.

    UpLive [bgg for trade] - einfach anschreiben, wenn Dich davon was interessiert!

    Einmal editiert, zuletzt von Sternenfahrer ()

  • Aus Sicht eines Reviewers: richtig schlechte Spiele kommen einem nur selten vor die Flinte - meist sind es bestimmte Aspekte bei Spielen, die sich bei mir nicht durchsetzen k?nnen - die meisten Spiele, die ich so spiele, sind gute Spiele - und wenige sind aus meiner Sicht sehr gut. Aber das ist eben voll individuell. Bonfire fand ich nur so "geht so", Dominations "sehr gut" - aber objektiver betrachtet, sind beide spiele einfach wohl gut.


    Es gibt ja kaum objektive Kriterien - da kann man schon mal gerne an der Kartenqualit?t meckern - aber spielerisch sind die meisten doch halbwegs solide.

    Wie beurteilst du ein Spiel wie Scythe, bei dem man nicht mit jeder m?glichen Startkombination gewinnen kann? Ich pers?nlich würde es mindestens als mangelhaft, wenn nicht ungenügend sehen wenn ich Schulnoten nehme. Auf BGG, w?re das eine 2/10... ordentliches Balancing ist für mich wichtig, sonst ist ein Spiel broken - auch das Argument, dann müssen die anderen Spieler dagegen spielen zieht für mich nicht... Das ist wie "Unser Auto hat keine Gurte, aber du kannst ja etwas vorsichtiger fahren"

  • Wie beurteilst du ein Spiel wie Scythe, bei dem man nicht mit jeder m?glichen Startkombination gewinnen kann?

    Was? Wer hat dir denn den Quatsch erz?hlt ?

    Natürlich kann man mit jeder Kombination gewinnen. Es hat sich nur herausgestellt, dass 2 Kombinationen im perfekten Spiel etwas weniger Züge zum Sieg brauchen.

    Aber ein perfektes Spiel ist quasi ein Solospiel ohne St?rungen. Als Gegenspieler provozierst du nur mal einen Kampf oder blockierst ein wichtiges Feld und schon war‘s das mit dem perfekten Spiel.

  • Wie beurteilst du ein Spiel wie Scythe, bei dem man nicht mit jeder m?glichen Startkombination gewinnen kann? Ich pers?nlich würde es mindestens als mangelhaft, wenn nicht ungenügend sehen wenn ich Schulnoten nehme. Auf BGG, w?re das eine 2/10... ordentliches Balancing ist für mich wichtig, sonst ist ein Spiel broken - auch das Argument, dann müssen die anderen Spieler dagegen spielen zieht für mich nicht... Das ist wie "Unser Auto hat keine Gurte, aber du kannst ja etwas vorsichtiger fahren"

    Scythe ist ein super Beispiel - die von Dir genannten M?ngel treten ja nur auf, wenn man das Spiel schon l?nger kennt (ansonsten wird man das auf Glück oder K?nnen schieben) - bestimmte kombinationen sind ja auch sogar gebannt. Ein Reviewer, der das Spiel neu hat, wird aufgrund der tollen Mechaniken, der Aufmachung, des Materials etc. ggf. ne 9/10 vergeben - ich hab meins mittlerweile wieder verkauft - nicht wegen des Balancings, sondern weil es eigentlich immer für jede Kombination die perfekten Moves am Start gibt - fast unabh?ngig, gegen wen man spielt. Die kann man sich theoretisch ausrechnen oder aus dem Netz ziehen und das Spiel dann so aufbauen, wie es auss?he, wenn alle die perfekten Moves machen - ab dann würde es erst spannend. So ist es halt ne Frage, wer das Spiel besser kennt, um die ersten Züge automatisiert ablaufen zu lassen.

    Die L?sung dagegen ist das modulare Spielfeld, aber noch mehr investieren, damit das Spiel wieder interessant wird für mich wollte ich dann auch nicht, weil es genügend gute andere Spiele gibt. Für mich eine schwierige Bewertung. Anfangs 8.5/10 (wegen des sehr tollen Themas und den SEHR immersiven Events) - sp?ter für mich eher ne 6.5/10 - aber das ist eben auch sehr subjektiv.

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  • Manchmal bin ich richtig froh, dass ich der Spielertyp bin, der ich bin, und niemals, wirklich niemals, die perfekten Spielzüge herauszufinden suche, oder mich im Internet nach Strategien für ein Spiel umsehe. Wie ich spiele, h?ngt einfach davon ab, was ich erleben will und wonach mir der Sinn steht.

    Gerade Scythe ist doch ein so wunderbares Spiel, das einem viele Freiheiten l?sst. Zigmal gespielt und immer noch interessant, jedenfalls wenn man alle Fraktionen und das modulare Spielbrett hat.

    Manchmal bedaure ich Spieler, die das alles immer so ernst nehmen und immer nach dem perfekten Spiel für jede m?gliche Kombination suchen. Na ja, bedauern ist nicht das richtige Wort, weil ihnen das so ja Spa? zu machen scheint. Wenn man dabei aber zu dem Ergebnis kommt, Scythe sei broken, kann man dann wirklich noch eintauchen in das Flair eines Spiels, spielt man dann wirklich noch?

    Spielerische Grü?e Ernst-Jürgen


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