XCom Ersteindruck

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  • Ich hatte mir "XCOM: The Board Game" direkt bei Philibertnet.com aus Strassburg bestellt. Innerhalb 24h (abzüglich dem dazwischenliegenden Wochenende) war es geliefert und lag dann leider seit dem 09. Februar bei mir ungespielt herum. Eigentlich h?tte ich es gerne in der Erstpartie in voller Besetzung mit vier Spielern gespielt, aber so eine Runde ergab sich bisher nicht. Also gestern dann in entspannter Freitags-Zweierrunde. Gelegenheit macht Spieler!


    Ich hatte mir vorab mal die App angeschaut und die ersten zwei Runden solo gespielt. Da man dabei allerdings alle vier Rollen übernehmen, spielen und koordinieren muss, habe ich schnell die Spielfreude daran verloren. Ich bin eben kein Solospieler wenn es um Brettspiele geht. Zum Kennenlernen der Regeln per App-Tutorial ist so eine Solo-Runde dann aber doch ganz gut. Allerdings habe ich dabei bemerkt, dass ich mir gedruckte Regeln besser merken kann, weil ich mir das Layout automatisch mitmerke als Ged?chtnisstütze. Bei digitalen Regeln mit scrollbaren Text ist das anders oder einfach nur ungewohnt. Genau deshalb wünsche ich mir trotz Apps in Zukunft weiterhin gedruckte Regeln. Zumal der XCOM-App eine Suchfunktion fehlt und somit ein Vorteil digitaler Regelwerke ungenutzt bleibt. Aber eventuell wird das per Update auf V1.04 oder V1.1 nachgereicht. Living-Rules sind so einfachst umzusetzen und alle sind immer auf den neuesten Stand per automatischem Update. Sch?ne, neue, digitale Welt!


    Aber zurück zur 2er-Partie: Mein Mitspieler übernahm - wie im Regelheft vorgeschlagen - die Rollen Wissenschaftler und Kommandant, w?hrend ich Kommunikations-Offizier sowie Truppenführer übernahm. Ok, ich bleibe da lieber bei den Originalausdrücken Chief-Scientist, Commander, Central Officer und Squad Leader, denn XCOM gibt es aktuell nur in englischer Sprache. Bin gespannt, wie Heidelberger das thematisch übersetzt. Die Rollenverteilung funktionierte, war aber nicht ganz perfekt, da das Spiel idealerweise dafür ausgelegt ist, dass an jeder Spielplanseite ein Mitspieler sitzt, der von da gut erreichbar seine Rolle spielt. Mit langen Armen geht es aber auch so.


    Da die Texte auf den Karten nicht riesengross sind, kann man auch kaum die ausliegenden Kartenfunktionen der Mitspieler alle im Blick haben. Genau da f?ngt dann das kooperative Spiel und die Kommunikation zwischen den Spielern an. Kenne Deine Rolle, aber wisse auch, wie Du mit Deinen Mitteln den anderen Rollen unterstützend hilfst. Wer da nur auf sich achtet, hat wenig im Spiel zu tun, aber umso schwieriger wird es, das Spiel gemeinsam zu gewinnen. Weil entweder wehren wir die Alien-Invasion ab und retten die Erde oder gehen gemeinsam unter. Einen Verr?ter gibt es bei XCOM nicht und die App übernimmt den Spielanteil der Aliens und dient zeitgleich als Taktgeber der einzelnen Spielphasen.


    Der Central Officer hat die App in Form eines Tablets oder Smartphones in der Hand und übermittelt, wer gerade am Zug ist, was gemacht werden soll und wieviel Zeit dafür noch bleibt. Richtig gelesen, das Spiel bringt durch die App Zeitdruck ins Spiel. Denn pro Aktion bleiben nur wenige Sekunden Zeit (irgendwas zwischen ca. 6 und 35 je nach Aktion), diese Aktion auszuführen. Schafft man es nicht, ist die Aktion vorbei oder man wird im fortlaufenden Spiel durch aggressivere Aliens bestraft.


    Wichtig ist, das der Central Officer auch eine klare Rückmeldung bekommt, wenn die Spieleraktion ausgeführt ist, weil nur dann kann er das auch per OK-Tastendruck der App mitteilen. Da der Central Officer aber auch in seiner Rolle eigene Aufgaben zeitgleich zu überblicken hat, ist er weit davon entfernt ein Spielleiter zu sein. Da sind die einzelnen Spieler schon selbst gefordert, in ihren Rollen regelgerecht zu agieren. Wie er die App-Meldungen an die Mitspieler weiterleitet, ob thematisch auskleidend oder im knappen Befehlston, bleibt einem in dieser Rolle selbst überlassen. In unserer Erstpartie hatte ich wenig Zeit, um atmosph?risch ausladend zu berichten. Eher war es ein "Commander, verteidige mit den Interceptors" und "Noch 15 Sekunden, 10, 5, ... " oder so.


    Die vier Rollen spielen sich spielmechanisch recht einfach. Durch den Zeitdruck und die vielf?ltigen Teilbereiche, aus denen sich die Alien-Bedrohnung zusammensetzt, wobei jeder Mitspieler seine klar zugewiesen Verantwortungen hat, entsteht eine kooperative Gruppen-Herausforderung. Teambuilding wird hier spielerisch eingeübt. Man muss sich eben darauf verlassen k?nnen, dass jeder seine Rolle im Griff hat und zudem den Gesamtüberblick beh?lt. Das klappt nicht immer und so habe ich selbst mehrmals die Sondereigenschaft von Funktionskarten übersehen, die uns h?tten helfen k?nnen. Aber auch das geh?rt zum Spiel, weil wenn alles immer optimal laufen würde, w?re es wohl auch zu einfach.


    Deshalb spielt sich XCOM zu viert sicher einfacher und auch besser, weil man eben seine Aufmerksamkeit nicht auf mehrere Rollen aufteilen muss. Aber auch in Zweierrunde hat es herausfordernd Spass gemacht, selbst wenn die Phasen unter Zeitdruck mitunter recht hektisch wurden - bis an der Grenze zur Panik. In Entscheidungsstarre darf man hier nicht verfallen. Wobei der Tutorial-Easy-Schwierigkeitsgrad eine unendlich lange Pausenfunktion erlaubt, w?hrend es auf "normal" und h?her eine Gesamt-Pausenzeit gibt, die man als Gruppe für die ganze Partie nutzen kann. Durch den Zeitdruck kann es auch keinen Alpha-Spieler geben, der mal eben kooperativ für alle das Spiel durchdenkt und für alle spielt. Gut so, weil das hat mich bei Pandemie genervt in unpassenden Runden.


    Das Tutorial begleitet in der ersten beiden Spielrunden gut das Spiel mit erkl?renden Kurztexten und Grafiken, was man jetzt machen kann und wie das auf dem Brett umgesetzt werden kann. Die eigentlichen Entscheidungen trifft aber der jeweilige Spieler, w?hrend die Mitspieler nur beraten k?nnen. In der zweiten Runde werden die Erkl?rungen dann weniger und kürzer, w?hrend ab der dritten Runde dann das Spielgeschehen unter Zeitdruck weitergeht. Allerdings geht es dann auch wesentlich schneller, eben weil man keine Erkl?rtexte mehr lesen braucht und weil die Abl?ufe bis dahin klar sind. So nimmt das Spiel spürbar an Tempo auf. Da es nach den ganzen Echtzeitphasen auch immer eine gebündelte Auswertungsphase gibt, kann man da prima durchschnaufen und kommt auch endlich dazu, zu Getr?nken und Snacks zu greifen.


    Wir haben für die Erstpartie etwa drei Stunden gebraucht, allerdings auch viele Regeldetails per App nachgeschlagen und uns mehr taktische Bedenk- und Planungszeit genommen, als uns streng genommen von der App zugestanden h?tte. Wenn mindestens der Central Officer das Spiel in seinen Abl?ufen und Regeldetails kennt, kann er wesentlich schneller w?hrend der ersten Runde ins Spiel einführen, als wenn man gemeinsam die Tutorial-Texte liest. Die 90 Minuten pro Partie sollten also locker m?glich sein - sp?testens wenn alle ihre Rolle kennen, was nach einer halben Partie gut verinnerlicht ist.


    Ein wenig Kritik trotz aller Euphorie habe ich dennoch anzubringen: XCOM verzichtet an zwei Stellen zu Gunsten eines grafisch atmosph?rischen Gesamteindrucks auf ?bersichtlichkeit. Erstens waren für mich die Kontinent-Marker schwierig voneinander zu unterscheiden - ist das jetzt Südamerika oder Afrika anhand der Kontur? Zumal man Entscheidungen unter Zeitdruck treffen muss und dann auf einen Blick klar sein sollte, für welches Land jetzt welcher Krisenmarker steht. Besser w?re es gewesen, wenn die Marker jeweils die Weltkarte zeigen würden mit deutlich-roter Hervorhebung des bezeichneten Kontinents. Zweitens muss man die vier Plastik-Miniatur-Typen des Squad Leaders auseinanderhalten und richtig zuordnen k?nnen. Ist das jetzt ein Supporter oder doch ein Assault-Typ? Eine Farbkodierung w?re hilfreich. Aber eventuell will XCOM in diesen Punkten absichtlich nicht zu übersichtlich sein, um Verwechslungen als spielerisches St?relement zu erm?glichen? Wer da nachbessert, schummelt also.


    Was bleibt, ist ein kooperatives Brettspiel, was sich ganz anders spielt wie alle anderen Brettspiele. Die App bildet dabei einen spielerischen Mehrwert, der so in dieser Art noch nie eingesetzt worden ist. Die App ist Teil des Spiels, spielt sich aber nicht in den Vordergrund. Wer keine Apps am Spieltisch mag, warum auch immer, spielt einfach eine andere Rolle fernab des Central Officers, weil nur der bildet das Bindeglied zwischen App und Brettspiel.


    Die englische Sprache ist zwar allgegenwertig im Spiel, kommt aber eher in kurzen und knappen S?tzen vor, die man mit Schulenglisch gut bew?ltigen kann. Wer damit Probleme hat, spielt bevorzugt den Squad Leader, weil der muss vorrangig eher Symbole zuordnen, w?hrend der Scientist schon seine Handkarten-Texte der potentiellen Forschungsm?glichkeiten selbst?ndig verstehen und überblicken sollte. Im Zweifel drückt man Pause und kl?rt die sprachlichen Unklarheiten, denn wann die deutschsprache Version erscheinen wird, ist aktuell immer noch unklar. Einige Online-H?ndler schreiben was von Ende M?rz, aber bei Heidelberger heisst es nur 2015 und das Jahr ist noch lang. Vor dem Herner Spielewahnsinn im Mai rechne ich pers?nlich nicht damit (ohne Gew?hr, reine Spekulation!) und deshalb habe ich dann auch die englische Version gekauft - solange der Hype um das Spiel noch ausreichend hoch ist und es schon alleine aus Neugier auf Neuheiten vermehrt auf den Tisch kommt.


    Wer mit dem SciFi-Setting was anfangen kann, mit englischsprachigen Spielen generell zurecht kommt und kooperative Erlebnisse zwischen kommunikativen Zeitdruck und Amitrash-Würfel-Elementen (Stichwort "Push your Luck" bei Wissenschafts-Proben und bei der Verteidigung gegen Aliens in der Luft und am Boden) sucht, der ist bei XCOM bestens aufgehoben. Sicher kein gew?hnliches Eurogame und damit für mich alleine schon spielenswert, eben weil es anders ist, fern von gew?hnlich.


    Bin gespannt, wie es mit App unterstützten Spielen so weitergeht. Wenn auf dem Qualit?tsniveau von XCOM, dann wird das eine Bereicherung werden. Ein Ersatz aber auch nicht, also keine Panik Ihr Brettspiel-Puristen und Elektronik-Verachter!


    Cu / Ralf

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

    Einmal editiert, zuletzt von ravn ()

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  • Danke für diesen ausführlichen Bericht. Allerdings scheint mir eine Sache sehr unglaubwürdig: die App ist die nicht regelm??ig abgestürzt wegen eines seltenes bugs? Alle Karten waren da und kein fehldruck irgendwo? Wahrscheinlich war die Lieferung gar nicht für dich gedacht :D

  • Im Elsass haben sie diesen Schwarzlicht-Stift edding 8280 Securitas UV-Marker eben noch nicht. Glück gehabt, oder wollen DIE mich nur in Sicherheit wiegen? ;-)

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

  • Am Samstagabend folgte dann die erste Viererpartie, also Vollbesetzung mit drei Erstspielern dabei. Anhand der Tutorial-App habe ich als Central Officer die erste Runde erkl?rend durchs Spiel geleitet und die App-Erkl?rungstexte nur als Erinnungsstützen für die eigenen Worte genutzt. Klappte ganz gut. Spielpraxis macht sich da bezahlt, so dass es diesmal auch zügiger voran ging.


    Am Ende hatten wir in der sechsten Runde gewonnen, relativ knapp und wohl auch nur, weil wir die Elite-Ausbildungskarte f?lschlicherweise zu stark zu unseren Gunsten ausgelegt hatten. Der Soldat kommt eben aus der Reserve des Squad Leaders und nicht aus dem Rekrutierungs-Vorrat. Lag daran, weil ich diesen Vorrat missverst?ndlich als Reserve erkl?rt hatte.


    Zu viert spielt sich XCOM schon wesentlich entspannter als zu zweit, weil sich eben jeder auf seinen eigenen Charakter konzentrieren kann. Als dann ab der dritten Runde des Tutorials das volle Zeitlimit der Aktionen einsetzte, hatte wir aber trotzdem genug zu tun. Vor allem der Squad Leader, der wohl den anspruchsvollsten Job hat, weil der Quervergleich Miniaturen-Symbole-Aliens-Missionen stressiger werden kann als die eher direkter agierenden anderen drei Rollen. Das ist für Folgepartien gut zu wissen, so dass ich diese Rolle entweder einen XCOM erfahrenen Spieler zuteilen würde oder jemanden, der sich kombinatorisch Bestleistungen zutraut unter Zeitdruck.


    Diesmal waren die Würfel aber arg gegen uns. Direkt der allererste Chief-Scientist-Wurf war eine "Nix-Nix-Alien1" und damit ein Totalausfall der dort eingesetzten Wissenschafter. Ein Totalausfall war ich auch, weil ich übersehen hatte, dass ich mit einer offen ausliegenden Karte einen Wiederwurf des Alien-Würfels h?tte erlauben k?nnen. Zudem war mein eigener Erstwurf mit der orbitalen Abwehr eine "Nix-Nix-Nix-1", also noch schlimmer und das setzte sich dann fast durch die gesamte Partie fort. Am Ende der zweiten Runde sah es fast nach einer sicheren Niederlage aus, aber wir konnten uns dann doch noch berappeln, auch wenn alle Kontinente im roten Alarmbereich waren. In der sechsten Runde gab es dann mehrere Alles-oder-Nichts-Situationen, weil die Basis drohte überrannt zu werden und vorab Panik in einem weiteren Kontinent ausgebrochen w?re. Schliesslich konnte unserer Squad-Leader dann mit gemeinsamen Teamanstrengungen die finale Mission gewinnen und uns somit den Sieg sichern. Eine weitere Runde h?tten wir so oder so nicht mehr durchgehalten.


    Mein zweites Fazit: Erneut fiel negativ auf, dass die Kontinent-Marker schwierig zuzuordnen sind. Afrika oder Südamerika sehen sich anhand der Konturen zu ?hnlich. Mit einem Fineliner-Stift und Kontinent-Initialien wie "A" für Africa und "SA" für South America k?nnte man da Abhilfe schaffen. Da die Counter zweiseitig bedruckt sind, h?tte man dann vor der Partie die Wahl, ob man die zus?tzliche Zuordnungsschwierigkeit w?hlt oder die Kontinent-Initialen-Seite. Die Squad Leader Einheiten k?nnten ebenfalls besser unterscheidbar sein, wie auch immer umgesetzt.


    Hat jemand von Euch einen Plan, ob diese schwierige Unterscheidbarkeit wirklich spielerisch als Stress-Faktor gewollt ist oder - aus unserer Sicht f?lschlicherweise - als problemlos eingeordnet wurde?


    Gerne wieder, dann aber erneut in Viererrunde, weil es mir so am meisten Spass macht. Ich hoffe dann auch mal, dass ich in Folgerunden den Job des Central Officers mal abgeben werde k?nnen, damit ich auch andere Rollen wie den Scientist und den Commander hautnah kennenlernen und spielen kann. Als Erkl?rer macht es allerdings Sinn, den Central Officer und damit die Appsteuerung zu übernehmen, oder habt Ihr da andere Erfahrungen gemacht?

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

  • Ich muss für XCOM nochmal eine Lanze brechen :)


    Eine ?bersicht und Stichwortsuche gibt es zumindest in der deutschen Version der App seit dem 1. Tag. Man kann immer auf die jeweilige Aktion klicken und bekommt alle Regeln dazu angezeigt. Zus?tzlich gibt es im Hauptmenü eine ?bersicht, Quasi eine Referenz der Stichw?rter.


    Zum anderen muss man sagen, dass XCOM schon von Natur aus bockschwer ist - das war auch die PC-Vorlage. Das Spiel lebt mit Sicherheit haupts?chlich von der Kooperation als Gruppe - je ?fter man es spielt, desto leichter wird es. Die Spieler funktionieren wie eine gut ge?lte Maschine und das macht den Spa? aus. Jeder kann jedem helfen.


    Dass man die 4 unterschiedlichen Soldatentypen nicht auseinanderhalten kann, kann ich so nicht best?tigen, denn sie sind schon sehr unterschiedlich. 1x eine rennende Frau mit Schrotflinte, 1x ein knieender Scharfschütze, ein Mulkelprotz mit Raketenwerder auf der Schulter und ein Supporter mit Handpistole. Bei den Kontinenten gebe ich dir allerdings recht. Das braucht ein wenig ?bung bzw. Bildung, jedoch f?llt das eigentlich immer nur in der "nicht-zeitkritischen" Phase ins Gewicht.


    Auch eine weitere Erkl?rung zu dieser zeitkritischen Phase: Zuerst wird diese Angekündigt und vom Spielleiter gestartet - wenn alle bereit sind. Dann hat nicht jeder zuf?llig "irgendwas" zu tun, sondern in einer festgelegten Reihenfolge. Wer das 2-3 Mal gemacht hat, bekommt ein Gespür dafür, wann er dran kommen wird. Einerseits durch die Reihenfolge, andererseits durch den zusammenh?ngenden Aufbau. Die von der App festgelegte Reihenfolge, in der die Spieler agieren, hat tats?chlich einen Sinn (und das macht sich die App im sp?teren Spielverlauf auch zu Nutze ;) ). Denn die Aktionen bauen aufeinander auf. Den Spoiler kann man lesen, ich fand es allerdings spannend das im Spiel herauszufinden.



    Und zur eventuellen Kritik am Zeitdruck: nicht das gesamte Spiel herrscht Zeitdruck, sondern erst in der Aktionsphase. Die ist weder sehr lang noch hat (auf den niedrigeren Schwierigkeitsgraden das ?berschreiten der Zeit starke Auswirkungen - obendrein kann man 1. die Zeit auf Einfach bis Mittel stoppen und 2. hat man am Ende der Aktionsphase noch Zeit Aktionen "nachzuschie?en". Obendrein sind die M?glichkeiten und Aufgaben für die einzelne Person nicht sehr umfangreich - im positiven Sinne. W?hrend der Central Officer seine Satelliten in den Orbit schie?t, der Commander die Finanzen verwaltet und der Squad Leader seine Einheiten rüstet, hat der Forscher selbst in der Action-Phase genügend Zeit, aus den 6 Forschungs-Handkarten eine auszuw?hlen, die er als n?chstes erforschen m?chte. Für das Zuteilen (Karte in den passenden Slot legen und Forscher 1-3 zuteilen) hat er dann ca. 20 Sekunden Zeit - meist ist man damit nach 3-4 Sekunden fertig. Also wirklich keine gro?e Sache. Oft wird XCOM frühzeitig nachgesagt, es w?re viel zu hektisch und das wird der App-Unterstützung zugesprochen. Wer sich allerdings wirklich mal objektiv mit dem Spiel besch?ftigt stellt fest, dass die Action-Phase 1. auf Knopfdruck gestartet wird - man also nicht davon überrascht und bis zur Ersch?pfung gehetzt wird - und dass diese eigentlich nur 1-2 Minuten andauert. XCOM ist und wahr schon immer ein Spiel, bei dem man nicht jede Aufgabe erfüllen kann und wird - das geh?rt zum Konzept. Es geht darum so lang durchzuhalten, bis man den finalen Auftrag bekommt und dabei immer wieder Entscheidungen zu treffen, denn man kann nicht alle retten. Meist wird man vor eine Wahl gestellt und muss sich für eines der ?bel entscheiden. Man wird unweigerlich vor die Wahl gestellt und muss mit den Konsequenzen leben. So war es schon immer und das macht XCOM auch aus.


    Und was viele gern vergessen, weil es anscheinend in der normalen Zusammenfassung nicht vorkommt, jedoch im Tutorial: Selbst bei einem Fehlschlag, bei dem alle Einheiten zerst?rt oder ersch?pft werden, z?hlen die gewürfelten Erfolge dennoch!


    PS: Erst vor wenigen Tagen haben die Heidelb?ren dazu neue Dokumente ver?ffentlicht: Spielübersicht und Referenzhandbuch.


    PPS: Das einzige, was ich an der App nicht verstehe ist, weshalb sie einen nach der Anzahl der Spieler fragt. Ich habe schon alle m?glichen Kombinationen ausprobiert. Natürlich muss immer jede Rolle besetzt sein und die Zeiten in der Action-Phase ?ndern sich nicht wirklich - nur nach Schwierigkeitsgrad - das ist aber eine eigene Abfrage und wird nicht mit der Anzahl der Spieler gekoppelt.


    PPPS: Ja, der Spielleiter sollte unbedingt die App steuern (= Central Officer), jedoch kann man nach der ersten Partie ruhig die Rollen wecheln, denn das Spiel an sich ist ja nicht kompliziert, sondern nur schwierig zu gewinnen.

  • Das einzige, was ich an der App nicht verstehe ist, weshalb sie einen nach der Anzahl der Spieler fragt. Ich habe schon alle m?glichen Kombinationen ausprobiert. Natürlich muss immer jede Rolle besetzt sein und die Zeiten in der Action-Phase ?ndern sich nicht wirklich - nur nach Schwierigkeitsgrad - das ist aber eine eigene Abfrage und wird nicht mit der Anzahl der Spieler gekoppelt.

    Neulich habe ich das Spiel mit einer neuen Gruppe gespielt - das Fazit war: "Das ist ja besser als Pandemie" ;)


    Dennoch habe ich auch hier wieder nicht verstanden, warum die App nach der Anzahl der Spieler fragt. Die Zeiten pro Aktionen sind gleich, der Schwierigkeitsgrad wird anschlie?end separat ausgew?hlt. Das konnte mir bisher niemand beantworten. Ich teste vielleicht heute abend mal ein Spiel mit Tablet und Handy parallel auf gleichem Schwierigkeitsgrad.

  • Test ist durch. Die Aufl?sung, warum die App nach der Anzahl der Spieler fragt, ist mal wieder ein Pluspunkt für die App:


    Sie setzt die erlaubte Zeit nicht für alle, aber für handlungsaufw?ndige Aktionen wie 6 Karten ziehen und ansehen, Geld in H?he X nehmen oder sonstiges leicht hoch. Au?erdem hat man in der ersten Runde mit weniger Spielern - wenn sich also ein oder mehrere Spieler mehr als eine Rolle einverleiben müssen - ebenfalls leicht hoch und erh?ht so die Spielbarkeit bei gleichbleibendem Schwierigkeitsgrad. Und das alles für den Spieler unmerklich.


    Setzt das mal ohne App um :)

  • Man bekommt doch 3 neue Miniaturen für das Geld... ;)
    Aber ich geb dir Recht, es ist schon recht teuer. Hoffe allerdings, dass sich das Spiel damit neu anfühlt. (gespielt hab ich es allerdings noch nicht)

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  • Von einem Unboxing-Video kenne ich den Umfang etwas genauer. Was mir besonders im Ged?chtnis geblieben ist, war:


    - Die MEC-Einheiten sind übertrieben stark (jedes der 4 Symbole spezialisiert). Wahrscheinlich sind deren kosten verdoppelt, sodass man einen vorher "gekauften" Soldaten "opfern" muss, um einen MEC zu erhalten, was bestimmt wiederum Geld kostet. Ist in der Vorlage ja ?hnlich.


    - Es gibt ein paar neue Krisen, Technologie-Karten, etc. aber alles nicht der Rede wert


    - Es gibt einen ganzen Stapel neuer Missionen, augenscheinlich wird die Anzahl verdoppelt


    - Es gibt Exalt-Gegner, -Würfel, -Tokens. Der Würfel ist quadratisch, rot und weist Nummern 1-6 auf, ohne Blankoseite. Ich k?nnte mir vorstellen, dass der der Countdown für die Tokens ist - übertragen aus dem Spiel.