Wargame

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  • Kriegsspiel / Konfliktsimulation

    In einem Kriegsspiel bzw. Wargame bringen Spieler milit?rische Einheiten in Konflikt miteinander, um bestimmte Zielbedingungen zu erfüllen. Synonym dazu sprechen Spieler in Bezugnahme auf ein solches Spiel auch von einer Konfliktsimulation, bzw. als Kofferwort abgekürzt von einer Kosim oder Konsim (engl. Cosim, Consim), allerdings wird insbesondere dieser Begriff oft enger gefasst und als Teilmenge der Kriegsspiele verstanden. Wargames stellen zwar immer eine kriegerische Auseinandersetzung spielerisch dar, eine Konfliktsimulation aber hat den Charakter eines milit?rischen Planspiels, also einer theoretischen Gefechtsübung, was auch der reale Hintergrund der Entwicklung dieser Spielgattung ist. Mehr dazu in der Wikipedia.

    Weiter unterteilt man Kriegsspiele nach Skalierung in strategische, operative und taktische. "Strategisch" bedeutet, dass die oberste Planungsebene betrachtet wird. Die milit?rischen Einheiten des Spiels stellen sehr gro?e Verb?nde dar. "Taktische" Spiele betrachten dagegen nur einen sehr kleinen Ausschnitt eines bewaffneten Konflikts (man spricht hier bisweilen von Squad Level oder Skirmish). Die benutzen Einheiten stellen sehr kleine Verb?nde oder sogar einzelne K?mpfer dar. "Operative" Spiele behandeln eine Ebene dazwischen.

    Viele Kriegsspiele und insbesondere Konfliktsimulationen arbeiten mit Spielpl?nen, die in Hexagone unterteilt sind, also in gleichgro?e Sechsecke (wie bei Bienenwaben). Die Einheiten werden als Counter dargestellt. Dies sind Pappmarker, auf die die wichtigsten Merkmale der jeweiligen Einheiten aufgedruckt sind: Typ, Bewegungs- und Kampfwerte. Au?erdem gibt es Blockspiele, bei denen die Einheiten durch Holzkl?tze simuliert werden. Diese Blocks sind auf der einen Seite mit den wichtigsten Werten bedruckt, die andere Seite ist leer. Man stellt diese Kl?tze w?hrend der meisten Zeit des Spiels nun aufrecht hin, sodass der Gegner nur die leere Rückseite der Einheiten und deren Position auf der Karte sieht. Effektiv bleibt so viel Information über den Gegner verborgen, bis es zu einem Gefecht kommt.

    Traditionell werden Kriegsspiele mit Würfeln abgehandelt. Es gibt inzwischen aber auch kartengesteuerte (card driven) Wargames, also Spiele, bei denen Spielkarten an die Spieler ausgeteilt werden. Durch Ausspielen dieser Karten werden dann Bewegungen, Ereignisse, K?mpfe usw. abgehandelt.

    Die überwiegende Zahl der Wargames ist auf zwei Spieler ausgelegt. Wargames sind allgemein sehr kompliziert und schwer zu erlernen im Vergleich zu anderen Brettspielen. Sie dauern oft auch viel l?nger, etwa einen vollen Tag oder seltener auch mehrere Tage. Spieler sprechen von Monster Wargames, wenn sehr viele Einheiten involviert sind und die Spieldauer sehr lang ist. Viele Wargames haben einen begrenzten K?uferkreis, werden von Kleinstverlagen publiziert und haben au?erordentlich kleine Auflagen. Es ist darum beispielsweise nicht ungew?hnlich, dass Spielpl?ne aus Kostengründen nur auf Papier aufgedruckt sind (und nicht etwa auf Pappe).

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